Amerikanische Betten

Amerikanische Betten unterscheiden sich grundlegend von den Betten in deutschen Schlafzimmern. Sie sind mit 60 bis 70 cm Höhe wesentlich höher und haben einen anderen Aufbau als deutsche Betten. Auch die typische Breite von 90 cm gibt es bei den amerikanischen Betten, die auch als Continentalbetten bezeichnet werden, nicht. Sie sind meist breiter. Des Weiteren sind sie zum Fußende hin offen und besitzen nur in Ausnahmefällen ein Fußteil.

Amerikanische Betten bestehen aus mehreren Einzelteilen. Auf den Frame, das Bettgestell, wird eine so genannte Spring-Box gelegt, bei der es sich um ein Unterteil handelt, das von außen wie eine Matratze aussieht. Darauf liegt die eigentliche Matratze. Das Bettgestell hat anstelle eines Lattenrostes einen Holzboden. In die Spring-Box sind Bonellfedern eingebaut, die der Federung und Unterstützung der Matratze dienen und damit die Funktion des in Deutschland üblichen Lattenrostes übernehmen. Neben dem hohen Liegekomfort, der aus diesem Aufbau resultiert, ergibt sich ein bequemer und gelenkschonender Ein- und Ausstieg. Besonders für ältere Menschen wird das Aufstehen aus einem solchen Bett angenehmer und einfacher.

Continentalbetten besitzen, anders als deutsche Betten, eigenständige Namen, die sich auf eine spezielle Größe beziehen. Bei einem Twin-Bett handelt es sich um ein Bett für eine Person. Es hat die Maße 99 cm mal 190,5cm. Das Twin X-Long ist mit 203 cm etwas länger. Doppelbetten werden prinzipiell als Double Bed oder Full bezeichnet und sind normalerweise 137 cm breit und 190,5 cm lang. Es gibt allerdings weitere Begriffe, die Doppelbetten bestimmter Größe benennen. Hinter dem Namen Queen verbirgt sich ein Bett mit einer Größe von 152 cm mal 203 cm. Die allgemeine Bezeichnung King steht für die größten Modelle. King oder Eastern King meint dabei ein Bett mit den Maßen 198 cm mal 203 cm. Ein Cal-King- oder Western King-Bett hat eine Größe von 183 cm mal 213 cm.

Der spezielle Aufbau der Betten und die Mentalität der Amerikaner bringen auch die Anwendung anderer Betttextilien mit sich. Typische amerikanische Betten sind, nicht nur in Filmen, mit vielen Kissen, Nackenrollen und riesigen Steppdecken dekoriert. Das macht sie so gemütlich und lädt zum Kuscheln ein. Ein großes Laken, das in Amerika als Bed Skirt oder Dust-Ruffle bezeichnet wird, versteckt die Spring-Box und das Bettgestell und reicht in den meisten Fällen bis zum Boden herab. Die Matratze wird mit einem Spannbettlaken, dem so genannten Fitted Sheet, bezogen. Als Decke dient entweder ein dünnes Laken, das Flat Sheet oder das Deckbett, das als Comforter bezeichnet wird. Die Textilien sind sehr oft farblich aufeinander abgestimmt und im Handel meist auch als mehrteilige Sets erhältlich.

Menschen, die es nicht gewohnt sind, unter mehreren Laken zu liegen, sollten es beim Schlafen in einem amerikanischen Bett den Amerikanern gleichtun und die Laken einfach am Fußende unter der Matratze feststecken.